Training mit Galgo Monthy


Der Bericht eines jungen Paares, die mit ihrem knapp dreijährigen Galgo Probleme hatten.
"Hallo,
wir wollten euch mal von unserem vergangenen Wochenende berichten.
Und zwar hatten wir ein Intensivwochenende bei Diana Jork gebucht, um an unseren Problemen mit Monthy zu arbeiten. Wir haben ja da einige Baustellen, uns fehlt der Zugang zu Monthy, in vielen Situationen ist er sicherlich auch aus seiner Vergangenheit heraus unsicher, die Baustellen beim Spazierengehen, vom Leinenpöbeln aus Unsicherheit über mangelnde Ansprechbarkeit bei Wildsichtung,  etc. Diana wurde uns in unserem Forum empfohlen und das auch zu Recht (wie sich herausstellen sollte).

Das Wochenende begann mit einem Treffen auf der Hundewiese, wo Diana sich erst einmal uns und die Hunde angeschaut hat. Diana hat Leandro mitgebracht, einen tollen kleinen Galgomann, der prima mit Monthy über die Wiese toben konnnte. Danach folgte noch ein Spaziergang, bei dem Diana einschätzen konnte, wo es bei uns hakte.


Für den nächsten Morgenspaziergang von unserem Hotel aus, bekamen wir die Aufgabe, alles was die Hunde gut machen, zu loben. Das war jedoch schwieriger als gedacht. Was genau sollten wir alles loben???? Wir gingen recht ratlos spazieren- Diana sollte das Rätsel später lösen.

Am Vormittag waren wir bei Dianas Fährtengruppe (Mantrailing) dabei und konnten erleben, wie die Windis, aber auch andere Mischlinge sich für diese Aufgaben begeistern konnten. Mit dabei war übrigens auch ein Podenco, Diego, dessen Frauchen es mit Dianas Hilfe und viel Arbeit und Übung geschafft hat, dass Diego wirklich oft und viel Freilauf hat. Monthy durfte dann auch schon mal eine Person suchen und es war wie schon vermutet: er war voll dabei. Das ist so toll zu sehen, dass wir das auch mal zu Hause versuchen wollen. Die Hunde haben einen solchen Spaß dabei und es ist eine tolle Möglichkeit, die Hunde auszulasten und zu beschäftigen. Völlig überrascht waren wir von einer ganz zarten Whippet-Dame, die nicht nur das Fährtengehen perfekt beherrschte, sondern auch noch leidenschaftlich "verlorene" Gegenstände im Wald apportierte.

Nach der Fährtengruppe begann für uns der eigentliche Unterricht und Diana erläuterte uns während eines langen Spazierganges, was an Kommunikation mit dem Hund möglich ist, wie man mit dem Hund kommuniziert, was man besser lässt, während des Spazierganges.... und, und, und. Und vor allem, das man das gewünschte Verhalten immer lobt und bestätigt. Jeden kleinen Blick zurück zu uns, wenn der Hund problemlos am Jogger oder Fahrrad vorbei ging, an anderen Hunden oder auch unseren Aufforderungen folgte. Alles positive wurde bestätigt. Dazu kamen noch einige Übungen und Hilfestellungen, Diana zeigte uns den Rückruf mit der Pfeife, wie wir das üben sollen, und vieles mehr.
Ganz vieles war für uns in der Form neu, und auch für die Hunde.


Und was soll ich sagen, unsere Hunde sprachen sofort auf die veränderte Kommunikation und unsere Wahrnehmung. Es gab wirklich ganz tolle Momente bei diesem intensiven Spaziergang.

Am nächsten Morgen trafen wir uns bei Diana und gingen bei ihr ums Eck im Wald spazieren. Unsere beiden mit Schleppe- wäre vorher für mich undenkbar gewesen. Dianas Hündin lief frei. Im Wald. Achtete dabei unglaublich auf Diana. Auch wenn Diana für uns keine sichtbaren oder hörbaren Zeichen gegeben hatte, rannte die Hündin mit einer Freude zurück zu ihr- beeindruckend. Aber auch wir wurden immer besser, unsere Kommunikation mit den Hunden genauer, und damit reagierten Monthy und unsere Frau Arnold immer besser auf uns.


Am Nachmittag schauten wir noch mal auf der Auslaufwiese vorbei, lernten sehr nette Leute kennen und Monthy und Frau Arnold bekamen noch mal Gelegenheit mit einigen fremden Galgos zu rennen.

Bestimmt wird sich der eine oder andere nun die Frage stellen, ob alle Probleme die wir vorher hatten, nun Geschichte sind. Neeee, das bestimmt nicht. Die ersten Spaziergänge hier ohne Diana mit ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Erfahrung waren ernüchternd.  Aber Diana hat uns ein gutes Rüstzeug mit auf den Weg gegeben, an den Problemen zu arbeiten, den Hunden das Gefühl zu geben, dass wir sie verstehen und auf sie achten und so eine neue Vertrauensbasis zu schaffen. Es war ein unglaublich intensives und anstrengendes Wochenende, mit fast magischen Momenten. Das wichtigste jedoch, dass Diana und das Gefühl gegeben hat, es mit Monthy zu schaffen- nicht nur zu schaffen, sondern dass unser Zusammenleben ganz toll ist und Spaß macht. Sie hat es geschafft, dass wir seine Zeichen lesen können und er auch bereit ist, sich auf unsere Zeichen einzulassen.
Es war sehr anstrengend, keine Frage, es gab aber auch einiges zu lachen( "da ist aber Whippet drin?" oder "wer zum Teufel ist eigentlich Charlie" )

Wir werden den Weg auf jeden Fall weitergehen, und demnächst mal wieder eine Übungsstunde machen, um zu schauen, welche Fehler sich wieder bei uns eingeschlichen haben. "